Wie schwer ist ein Einhandschwert, das man im Mittelalter schwang? Wie prägte man vor 1000 Jahren Münzen? Wie stellte man früher Stoff her? Wie schwer war die Kriegsausrüstung eines Ritters? Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule durften diesen Fragen am 13. Mai ganz praktisch nachgehen, denn da erlebten die Siebtklässler unserer Schule einen ganz besonderen Projekttag. Drei Mittelalterexperten besuchten das Johanneum und boten den siebten Klassen ein außergewöhnliches Rahmenprogramm, um sich passend zu den Themen des Geschichtsunterricht auch praktisch mit dem Mittelalter zu befassen.
Um vom Wetter unabhängig zu sein, wurden ein Zelt aufgebaut und ein Feuer angezündet. Danach ging es dann unter Anleitung der Experten ganz praktisch zur Sache. An verschiedenen Stationen durften die Schülerinnen und Schüler sich mit verschiedenen Inhalten auseinandersetzen.
An einer Station wurde beispielsweise die Kriegsausrüstung, wie man sie zu verschiedenen Zeiten im Mittelalter verwendete, präsentiert. Dabei war das Anfassen der Replikate ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Denn wenn man das Gewicht eines Kettenhemdes am eigenen Körper spürt, bekommt man eine viel bessere Vorstellung davon, was man sonst nur theoretisch im Unterricht behandeln kann.


An einer anderen Station wurde den Schülerinnen und Schülern gezeigt, wie aus Wolle Vlies und letztlich ein Gewand gearbeitet wurde. Dabei durften die Siebtklässler auch selbst mit einer Wollspindel hantieren.

An einer weiteren Station wurde die Geldwirtschaft des Mittelalters vorgestellt. Und damit die Schülerinnen und Schüler ein kleines Erinnerungsstück mitnehmen konnten, dufte jeder sich eine eigene Münze prägen.


Der Projekttag wurde auf Initiative von Frau Kruse organisiert und bewies einmal mehr, dass das Lernen immer dann am meisten Spaß macht, wenn es nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit praktischen Anteilen verbunden ist. Das kam bei den Schülerinnen und Schülern so gut an, dass man nun plant, den Tag im nächsten Jahr zu wiederholen.
