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Kunst LKs in Köln/Brühl

06.02.2023

Auf den Spuren von Max Ernst

Nach zweijähriger Corona bedingter Pause ging es in der Woche nach den Halbjahreszeugnissen mit den beiden Kunst-Leistungskursen auf zweitägige Exkursion nach Köln und Brühl. Im Fokus standen dabei primär neben expressionistischen Werken die Surrealisten, insbesondere das Gesamtwerk von Max Ernst. 

Nachdem wir per Bahn in Köln angekommen waren und im Hotel eingecheckt hatten, ging es direkt ins Museum Ludwig, wo „eine der wichtigsten Sammlungen von Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts weltweit“ (Museumshomepage) beheimatet ist. Beide Kurse versammelten sich zunächst bei den surrealistischen Werken und verharrten fasziniert vor Dalís großformatiger wandfüllender Leinwandmalerei „La gare de Perpignan“ (Der Bahnhof von Perpignan) von 1965, „ein ‚Suchbild‘, das man stundenlang hätte betrachten können“ (Äußerung einer Schülerin). Im Vergleich mit weiteren surrealen Werken u.a. von Max Ernst, Rene Magritte und Salvadore Dalí erhielten die Schülerinnen einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsweisen der Künstler und konnten in dem Zusammenhang ihr Abiturwissen zu dem Thema nochmal auffrischen und vertiefen. Anschließend wurden gemeinsam die expressionistischen Werke in Augenschein genommen unter der Fragestellung, warum Edvard Munch als Vorreiter des Expressionismus gesehen wird, bevor sich die Leistungskurslerinnen eigenständig im Museum umsehen konnten. 

Am nächsten Tag stand das Max Ernst Museum in Brühl samt Führung und dreistündigem praktischen Workshop zum Thema „Grattage“ auf dem Programm. Die umfassende Sammlung von Bildern und Plastiken quer durch seine Schaffensphase vermittelte den Schülerinnen einen guten Überblick, vernetzt mit dem Workshop konnten sie ein wenig auf den Spuren von Max Ernst wandeln und so einen vertiefenden Zugang zu diesem Abiturthema gewinnen. Letztendlich war die Zeit noch viel zu knapp bemessen um die umfangreiche Sammlung in Ruhe zu genießen…

Wie wichtig derartige Fahrten sind um Kunst real auf sich wirken zu lassen, zu erleben und letztendlich Schüler für sie zu begeistern, spiegeln ansatzweise einzelne Äußerungen der Teilnehmerinnen:

„Im Ludwig Museum erhielt man durch den Vergleich zu weiteren surrealen Kunstwerken neue Eindrücke. Besonders das Gemälde „Der Bahnhof von Perpignan“ von Dalí führte einem die „Traumwelt“ der Surrealisten vor Augen. Die deutliche Erkennung der durchdachten Komposition lag hierbei in einem auffälligen und spannenden Kontrast zu dem gelenkten Zufall von Max Ernst.“ (Laura Fatelli)

„Es war sehr interessant, die vorher im Unterricht nur theoretisch besprochenen Kunstwerke in echt und ihrer vollen Pracht zu sehen. Durch den Workshop konnte man sich viel besser in das Vorgehen des Künstlers Max Ernst versetzen und seine Arbeitsschritte nachvollziehen. Insbesondere hat mir das Ludwig Museum gefallen, da dort viele verschiedene Kunstrichtungen ausgestellt sind.“ (Jule Niemann) 

„Ich fand es beeindruckend die verschiedenen Facetten des Expressionismus und des Surrealismus in verschiedenen Bildern kennenzulernen. Der dazu erzählte geschichtliche Kontext half mir dabei, die Werke von verschiedenen Blickwinkeln aus zu betrachten und mich in die Künstler hineinzuversetzen. Die Bilder in Realität zu sehen, lassen das ganze Erarbeitete im Unterricht greifbarer wirken.“ (Jenna Teichrieb)

Mein Dank gilt neben den Schülerinnen, die sich vorbildlich verhielten und durchweg interessiert bei der Sache waren, unserer Kunstreferendarin Ronja Wacker, die uns begleitete.     Sandra Hampel