Landtagsbesuch 2017

Dass die neunten Klassen des Gymnasiums Johanneum den Landtag besuchen, ist seit vielen Jahren gute Traditi- on. Regelmäßig empfängt sie Landtagsabgeordneter Henning Rehbaum (CDU) zu Gesprächen im Düsseldorfer Parlament.

Eine doppelte Premiere gab es in der vergangenen Woche: Die Schüler aus Wadersloh waren die erste Besuchergruppe nach der Landtagswahl für den wiedergewählten Abgeordneten und die erste Gruppe nach Bildung der neuen Landesregierung. Viele Fragen brannten den Schülern unter den Nägeln, die Rehbaum, frischgebackener wirtschaftspo

litischer Sprecher seiner Fraktion in einer rund einstündigen Diskussion beantwortete.

Die Bogen spannte sich von ganz persönlichen Fragen, warum er überhaupt in die Politik gegangen ist, und warum er sich gerade bei der CDU engagiert, über den Alltag eines Abgeordneten bis zu aktuelle Themen. So sprachen die Schüler zum Beispiel den Klima- schutz und die Position zum Abitur nach acht oder neun Jahren an.

Henning Rehbaum freute sich über das hohe Interesse der Schüler und sagte spontan einen baldigen Gegenbesuch des Johanneums in Wadersloh zu. 

(Text: Die Glocke, 17.07.2017)

Sowi-LK der Q 1 besucht Firma Beumer

Am 2. Februar dieses Jahres besuchten die Schülerinnen und Schüler des Sowi-LKs der Q 1 mit ihrem Fachlehrer Herrn Ringel den Hauptsitz der Maschinenbau-Firma Beumer in Beckum. Die BEUMER Group GmbH & Co. KG ist ein international tätiges Maschinen- und Anlagebauunternehmen mit den Schwerpunkten Intralogistik und Förderanlagen.

In einer einleitenden Präsentation des Geschäftsführers Christoph Beumer wurden zunächst die Grundsätze sowie allgemeine Informationen des 80jährigen Familienunternehmens dargestellt. Anschließend wurden die modernen Ausbildungs- und Werkstätten besichtigt. Aber auch Produktvorführungen von alten und neuen Entwicklungen durften natürlich nicht fehlen. Der letzte Teil der Besichtigung beinhaltete die Vorstellung des neu erbauten, architektonisch und funktional beeindruckenden Bürotraktes.

Der Besuch endete mit einer Fragerunde und anschließender Diskussion über aktuelle Themen wie Globalisierung und Wirtschaftspolitik. Nach der Rückfahrt im firmeneigenen Kleinbus war man sich im Kurs einig, dass der Besuch eine gelungene Verbindung von Theorie und Praxis darstellte.

Besuch des Landschaftsparks in Duisburg und des Landtages in Düsseldorf

Am 29. Juni 2016 besuchten wir, die Jahrgangsstufe 9, auf der Route Industriekultur den Landschaftspark in Duisburg und den Landtag in Düsseldorf.

Zuerst ging es mit zwei Bussen in Richtung Duisburg-Nord. Dort wurden wir in fünf Gruppen durch den 230 Hektar großen Park geführt. Diese Größe ist vergleichbar mit circa 200 Fußballfeldern.
Früher gab es insgesamt 5 Hochöfen zur Stahlerzeugung, jedoch wurden der dritte und vierte Hochofen abgerissen. Heutzutage kann man den fünften Hochofen besichtigen, an dessen Spitze sich eine Aussichtsplattform befindet, von der man einen sehr schönen Ausblick über Teile des Ruhrgebiets hat. Man begann Anfang der 80er Jahre wegen des Überangebots an Stahl die Hochöfen stillzulegen, der letzte wurde 1985 außer Betrieb genommen. Die Öfen sind ungefähr 55 Meter hoch. Die Luft wird, bevor sie in den Hochofen gelangt, auf bis zu 1380°C erhitzt. Im Hochofen beträgt die Luft unten circa 2000°C. Um zu kontrollieren, wie weit das Roheisen ist, wird alle 2 ½ Stunden ein Abstich gemacht. In früheren Zeiten musste die Öffnung, wo das flüssige Roheisen rausfloss, per Hand auf- und zugemacht werden. Später wurde diese Arbeit durch Maschinen erledigt.
Es arbeiteten auf dem ganzen Gelände nur Männer. Durch die hohen Temperaturen und Gase waren die Arbeitsbedingungen sehr schlecht. Dadurch kam es vermehrt zu Unfällen. Ein Arbeiter fiel zum Beispiel in die heiße Schlacke und war sofort tot.

Auf dem ganzen Gelände werden heutzutage regelmäßig Veranstaltungen unterschiedlichster Art angeboten wie zum Beispiele Firmenevents, Hochzeiten usw.
Es werden jedoch auch die Hochöfen für Freizeitaktivitäten genutzt. Zum Beispiel gibt es einen Kletterpark, bei dem man auch vom ersten Hochofen zum zweiten Hochofen klettern kann. Das Gasometer, welches 13 Meter hoch ist und einen Durchmesser von 45 Meter hat, wird mittlerweile als Tauchbecken benutzt. Hier zeigt sich ein Teil des Strukturwandels des Ruhrgebiets.

Danach fuhren wir weiter zum Landtag nach Düsseldorf. Nach der Sicherheitskontrolle wurden wir im Plenarsaal in Empfang genommen. Dort nahmen wir die Plätze der Abgeordneten ein und erhielten eine allgemeine Erklärung über das Wahlrecht, den Weg zum Abgeordneten und das Geschehen im Landtag. Anschließend stellten wir eine Sitzung nach. Anschließend wurden die „Landtagspräsidentin“, die „Ministerpräsidentin“ und deren Vertreter auf die offiziellen Plätze geführt. Dann begann das Rollenspiel. Das Thema war „Wahlrecht schon ab Geburt?“. Jeweils einer aus den Parteien, die im Landtag vertreten sind (SPD, CDU, Grüne, FDP, Piraten), musste seine zuhause vorbereitete Rede vorstellen. Anschließend kam es zur Abstimmung, ob die Gesetzesänderung in einem Ausschuss weiter beraten werden soll. Dieser Vorschlag wurde angenommen.

Daraufhin hatten wir ein Gespräch mit Klaus Kaiser, einem Abgeordneten der CDU. Wir diskutierten über verschiedenen Themen, wie zum Beispiel sehr ausführlich über G8 und G9. Weitere aktuelle Themen waren die Inklusion und der „Brexit“. Außerdem sprach er über den Tages- und Wochenablauf eines Abgeordneten des Landtages und wir fragten zum Beispiel nach seiner eigenen Meinung zu Donald Trump.
Nach einem abschließenden Imbiss in der Landtagskantine fuhren wir wieder zur Schule zurück. Insgesamt war es ein abwechslungsreicher und informativer Tag.

Wirtschaftskundekurs zu Besuch bei der Sparkasse Wadersloh

Am 22. Juni unternahm der Wirtschaftskundekurs der Jahrgangsstufe 8 einen Ausflug zur Sparkasse Wadersloh, um sich über die Themen „Geldanlage“ und „Kreditaufnahme“ näher zu informieren.

Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses „Wirtschaft und Technik“ einige Schulstunden mit dem Thema „Umgang mit Geld“ auseinandergesetzt hatten, nahmen sie in der letzten Schulwoche die Gelegenheit wahr, weitere Informationen aus erster Hand zu den Themenbereichen „Geld anlegen“, „Geld leihen“ und „Überschuldung“ zu bekommen.

Unter der Begleitung von Frau Vogt machten sie sich auf den Weg zur Sparkasse Wadersloh. Dort erfuhren sie, welche Anlageformen es gibt, wie Banken mithilfe von Anlegerprofilen die passende Geldanlage für ihre Kunden ermitteln und unter welchen Bedingungen Banken Kredite an ihre Kunden vergeben. Der Vortrag des Sparkassenmitarbeiters stieß bei den Schülerinnen und Schülern auf großes Interesse und warf weitere Fragen bei den Jugendlichen auf. So wurden unter anderem die Fragen geklärt, ab welchem Alter Geldanlagen überhaupt möglich sind oder was passieren würde, wenn eine Fondsgesellschaft zahlungsunfähig würde.

Damit diente der Ausflug zur Sparkasse der Vertiefung des bisherigen Unterrichts. Zudem sind die Schülerinnen und Schüler mit dem hinzugewonnenen Wissen gut auf das kommende Schuljahr vorbereitet worden. Dann werden sie im Wirtschaftskundekurs eine Unternehmensgründung simulieren und dabei sicherlich ihr Wissen über Darlehen gut gebrauchen können.

Wir danken der Sparkasse Wadersloh recht herzlich für die Kooperation!

Täusche dich nicht! – Was Naturwissenschaften und Politik gemeinsam haben

Landtagsfahrt 2015

Wie bringe ich Sand zum Tanzen (Chladnische Klangfiguren)? Warum können 50 kg federleicht wirken? Weshalb wird meine Hand im Wasser nicht nass?

Anschauliche Beispiele der unglaublichen Täuschung der menschlichen fünf oder sechs Sinne konnten 71 Schüler und Lehrer vom Johanneum Wadersloh auf ihrer diesjährigen Fahrt nach Düsseldorf erleben. Die Neuntklässler legten in der „Erfahrungswelt Phänomania“ auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen einen täuschend echten Zwischenstopp ein, um physikalische Experimente auszuprobieren. Wer hier alle seine Sinne beieinander hatte, konnte erstaunliche naturwissenschaftliche Zusammenhänge begreifen und verstehen lernen.

Im zweiten Teil der Fahrt folgten weitere „Enttäuschungen“. Wer bislang angenommen hatte, dass das Halten einer Rede im Düsseldorfer Landtag eine leichte Übung sei, wurde schnell eines Besseren belehrt. Auf die Frage, ob das Wahlrecht ab Geburt eine praktikable Alternative zum derzeitig gültigen Wahlrecht sei, traten die Schüler den Gang zum Rednerpult nur zögerlich an.  Der weiträumige Plenarsaal, die ungewohnte Umgebung und die große Ernsthaftigkeit der Auseinandersetzung mit dem parlamentarischen Verfahren der Lesung hatten die Schüler wohl als leichter handhabbar eingeschätzt.

Im Gespräch mit den Abgeordneten Herrn Rehbaum (CDU) und Herrn Bolte (Grüne) zeigten sie abschließend, dass aus „Enttäuschungen“ Zuversicht entstehen kann. Recht schnell entdeckten sie die Macht des Wortes als Werkzeug in einer demokratischen Auseinandersetzung, indem sie den Abgeordneten zum Teil recht unbequeme Fragen stellten.

Nicht getäuscht hatten sich jedoch die begleitenden Lehrer in puncto Diskutierfreudigkeit der 14 und 15-Jährigen. Weiter so!

Die Klasse 6c interviewt Herrn Müller zur Gemeindepolitik in Wadersloh

Am 25.09.2014 interviewte die Klasse 6c im Rahmen des Politikunterrichts Herrn Müller, der nicht nur als Lehrer und Oberstufenkoordinator am Johanneum tätig ist, sondern sich auch als Gemeinderatsmitglied in Wadersloh engagiert.

Zuvor hatte sich die Klasse mit dem Thema „Politik in der Gemeinde“ intensiv beschäftigt und hierbei auch Verbesserungsvorschläge für die Gemeinde Wadersloh entwickelt.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich folgenden Vorschlag überlegt: „An jeder Wadersloher Schulbushaltestelle sollen elektrische Busanzeigetafeln angebracht werden, die anzeigen, wann, welche und wie viele Busse wohin fahren.“

Diesen Vorschlag präsentierte die Klasse im Rahmen des Interviews Herrn Müller, der den Vorschlag gut fand und die Schülerinnen und Schüler ermutigte, ihr Anliegen in einem Brief an den Bürgermeister zu formulieren.

Im Interview berichtete Herr Müller zudem von seiner Arbeit im Gemeinderat Wadersloh, sodass die Schülerinnen und Schüler ihr Verständnis von den Aufgaben und Abläufen in der Gemeindepolitik vertiefen konnten.

Die Vorbereitung und Durchführung des Interviews hat den Schülerinnen und Schülern viel Freude bereitet und die Klasse 6c und ihre Politiklehrerin Frau Vogt bedanken sich erneut herzlich bei Herrn Müller für seine Bereitschaft, sich den Fragen zu stellen.

(Marie Willenbrink, Anna-Lena Rickman, Alina Vecernik (6c) und Anja Vogt)

Die Jahrgangsstufe 9 besucht den Landtag in Düsseldorf

Am 26. Juni 2014 fuhr die gesamte Jahrgangsstufe 9 zum Landtag nach Düsseldorf und nahm dort am Besucherprogramm teil. Hierbei hatten die Schüler die Gelegenheit, in einer nachgestellten ersten Lesung eines Gesetzesentwurfs die Rolle der Landespolitiker einzunehmen und den Ablauf dieser ersten Lesung eigenständig durchzuspielen.

Kurz nachdem die Schüler auf den Stühlen der Abgeordneten Platz genommen hatten, wurde eine Schülerin zur „Landtagspräsidentin“ ernannt. Als solche eröffnete sie die Lesung und bat umgehend die Vertreter der Parteien um ihre Standpunktreden zum Thema „Wahlrecht ab Geburt“. Das Plenum hörte sodann fünf mitreißende Reden, die die Schüler im Vorfeld des Landtagsbesuchs eigenständig verfasst hatten und die sie nun am Rednerpult vortragen konnten.

Im Anschluss an diese Simulation hatten die Schüler die Möglichkeit, den Abgeordneten Henning Rehbaum von der CDU und Sigrid Beer von den Grünen ihre Fragen zum Alltag eines Abgeordneten zu stellen und sie um Stellungnahmen zu verschiedenen politischen Streitthemen zu bitten. Insgesamt stellte der Besuch des Landtags damit eine gute Ergänzung zum Politikunterricht dar, denn die Schüler konnten ihr im Unterricht erworbenes Wissen auffrischen und vertiefen und sie erhielten Antworten auf ihre individuellen Fragen.

Auf dem Weg von Wadersloh nach Düsseldorf legte die Jahrgangsstufe noch einen Zwischenstopp in Dortmund ein, um auf der Arbeitsweltausstellung DASA Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erlangen. Hier konnten die Schüler aktiv werden und beispielsweise einem Teddy zu seinen Augen verhelfen, mit einem Roboter kommunizieren und ihren Gleichgewichtssinn testen.