Berufsorientierung am Johanneum

Gängigerweise wird unter Orientierung das Erkennen der eigenen Position/Person im Raum-Zeit-Gefüge verstanden.

Wenn also junge Menschen sich beruflich orientieren, werden sie von ihren eigenen Stärken und Interessen ausgehen, um dann in Erfahrung zu bringen, wo und wie welcher Beruf erlernt und ausgeübt werden kann. Demzufolge ist das Konzept der Berufsorientierung am Johanneum konzentrisch und prozessorientiert angelegt.

In der Unter- und Mittelstufe wird durch die Teilnahme am Girls` und Boys` Day und die Fahrt zum BIZ Ahlen sowie die entsprechende unterrichtliche Vorbereitung der Orientierungsprozess eingeleitet.

In der Oberstufe folgen Betriebserkundungen, die Teilnahme an Berufsmessen (hier z.B. BIM Wadersloh) und Berufsvorträge durch Ehemalige. Darüber hinaus werden in enger Zusammenarbeit mit dem BIZ Ahlen regelmäßig individuelle Berufsberatungs- termine im Johanneum angeboten.

In der Q1 nehmen die Schüler jeweils 2 Wochen vor den Osterferien an einem Betriebspraktikum teil, das auf Wunsch auch vierwöchig durchgeführt werden kann.

Dieses Praktikum wird Material gestützt vor- und nachbereitet.

Außerdem bietet die Schule in Kooperation mit einem regional bedeutenden Unternehmen ein Bewerbungstraining als Simulation an.

Interessierte Schüler werden zudem nach Absprache zur Teilnahme an verschiedenen Hochschultagen freigestellt.

Die von uns angebotenen Aktivitäten bauen aufeinander auf und werden durch mehrere Schulfächer innerhalb der Schule und regional ansässige Unternehmen und Institutionen begleitet.

Für die eigene Recherche haben wir einige Links bereitgestellt.

Bau dir deine Zunkunft! - Wie die Firma Hella Schülern auf die Sprünge hilft

Benedikt Hartmann (Hella) referiert in der Aula des Gymnasium vor Schülern der Einführungsphase (EP) und Qualifikationsphase (Q1)

„Wie lange werde ich voraussichtlich berufstätig sein?„  „Wie viel Geld brauche ich als junger Mensch zum Leben?“ „Welche beruflichen Möglichkeiten bieten sich mir?“ „Wie wirke ich als Ausbildungsplatzbewerber auf andere?“ 

Diese und viele weitere Fragen sollten die Schüler der EP und Q1 des Gymnasiums Johanneum beantworten.

Alle Fragen waren mitten aus dem Leben gegriffen. Alle Fragen führten immer wieder zu der einen, zentralen Frage: Welche beruflichen Perspektiven habe ich als junger Mensch? 

Und alle Fragen dieser Art werden normalerweise nicht im Unterricht gestellt. Aus diesem Grund sind die Referenten der Fima Hella aus Lippstadt regelmäßige Gäste im Johanneum. In einem kurzweiligen, interaktiven Vortrag unter dem Titel „Projekt: deine Zukunft“ erarbeiteten sie mit ca. 150 Schülerinnen und Schülern wichtige Orientierungspunkte für deren Weg nach dem Abitur. Wertvolle Tipps, schwer zu recherchierende Informationen und anschauliche Beispiele für zielführendes Auftreten rundeten die dynamische Veranstaltung ab. 

„Demnächst bitte wiederkommen!“ war der einhellige Wunsch der Gymnasiasten.

 

 

Berufsberatung durch Ehemalige 2016

 

Im Rahmen der Berufsorientierung am Johanneum besuchten am 9. April 2016  34 Ehemalige ihre alte Schule, um von ihren Erfahrungen aus „erster Hand“ in Studium und Beruf zu berichten. 
Bereits im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler beider Jahrgangsstufen Gelegenheit, sich für drei Berufsfelder einzutragen, für die sie sich interessieren oder über die sie gerne mehr erfahren würden.
In drei Durchgängen informierten die ehemaligen Johanniter in 23 Berufsfeldern die Schülerinnen und Schüler der EP und Q 1. Die Ehemaligen kamen aus dem ganzen Bundesgebiet und sogar aus den Niederlanden und gehören verschiedenen Abiturjahrgängen an, die von 1997 bis 2015 reichen. Die vertretenen Berufsfelder umfassten die klassischen Abiturientenbereiche, wie Jura, Medizin und Psychologie, über die technischen Berufe, wie Maschinenbau, bis hin zu neueren Studiengängen, wie duales Studium in der Finanzverwaltung. 
Die Ehemaligen, die sich bereit erklärt hatten, ihre Berufe vorzustellen, veranschaulichten ihr Berufsfeld durch Präsentationen und gingen gerne auf Fragen interessierter Schüler ein. Sie berichteten sowohl über aktuelle Studienmöglichkeiten als auch über allgemeine berufliche Lebenserfahrungen. Die Schülerinnen und Schüler bekamen so die Chance, mehr über ihre eventuell zukünftigen Karrieren zu erfahren. So wurden manchem Johanniter durch die Berufsinformation erst die Augen geöffnet: „Jetzt weiß ich erst, was ich auf keinen Fall studieren will“, so die Aussage eines Schülers der EP. Aber z. B. auch: „Diesen Bereich [Kunsttherapie] kann ich mir sehr gut vorstellen zu studieren“, so eine Schülerin aus der Q 1. 
Die Schülerinnen und Schüler nahmen schließlich, neben den für sie wichtigen Informationen, zusätzlich noch nützliche Tipps für ihre Zukunft mit und manchmal auch die Kontaktdaten der Ehemaligen für vielleicht noch aufkommende Fragen.
Anschließend trafen sich die Ehemaligen beim einem gemeinsamen Frühstück zum Erfahrungsaustausch im neuen Lehrerzimmer des Johanneums, wo man natürlich auch die „alten" Lehrerinnen und Lehrer wieder traf. Für diese war es spannend zu hören, welchen Werdegang so mancher Ehemalige genommen hat. Rückblickend war man sich einig, dass es am Johanneum zwar nicht immer leicht war, die gute Ausbildung jedoch eine nachhaltige Grundlage für Studium und Beruf darstellt. 
Einig war man sich, dass die Berufsinformation durch Ehemalige erneut ein voller Erfolg war und in zwei Jahren – im Wechsel mit der Berufemesse des Kolpingvereins Wadersloh –  erneut stattfinden wird.

Keine Zeit um Zeit zu verschenken

Wie Hella Berufsausbilder Schüler flott machen

„Wählst du schon, oder schläfst du noch?“ So oder ähnlich lautete das Motto des Projekt Zukunft, einem Angebot des Hella Konzerns aus Lippstadt.

Dass die Zukunft bereits gestern begonnen hat, wurde den 160 Schülerinnen und Schülern des Johanneums Wadersloh schnell bewusst. Denn eine fundierte Berufsentscheidung zu treffen ist die beabsichtigte Folge eines möglichst gut organisierten und von vielen Seiten unterstützten Prozesses, der sich über mehrere Jahre erstreckt.

Der Leiter der Hella Berufsausbildung Bernhard Deppe und Benedict Stratmann, Berufsausbilder für duale Studiengänge halfen auch dieses Jahr wieder dabei. Im zweijährigen Turnus animieren sie die Schüler der EP und Q1 am Johanneum sich mit den zentralen Fragen der Berufs- aber auch Lebensplanung zu befassen: Wozu brauche ich ein Einkommen? Wie hoch sind meine Lebenshaltungskosten als Berufseinsteiger? Wie finde ich einen Weg durch das Dickicht von ca. 11400 Studien- und Ausbildungsgängen? Wie bewerbe ich mich richtig?

Burnout vorbeugen durch die passende, selbstgewählte Beschäftigung

90 Minuten lang nahmen die Hella Trainer die Schülerschaft regelrecht in die Zange.Immer wieder sollten die Jugendlichen sich mit relevanten Zukunftsfragen  auseinandersetzen, Einschätzungen vornehmen,eigene Antworten finden. Die Veranstaltung war kurzweilig und informativ, die Mikrofone wanderten hin und her, Zahlen, Detailinfos und Internetadressen (z.B.: www.stipendienlotse.de) kamen von rechts und links. An eine Doppelstunde abschalten, wie manch einer es vielleicht insgeheim erhofft hatte, war hier beim besten Willen nicht zu denken.

Was aber nehmen die zukünftigen Abiturienten mit nach Hause? Es ist wohl die Erkenntnis, dass die Entscheidung der Wahl des eigenen Berufes wohl bedacht sein sollte. Schließlich werden zukünftige Erwerbstätige unter Umständen  50 Jahre berufstätig sein. Gerade vor dem Hintergrund der sich verlängernden Lebensarbeitszeit ist es demzufolge unerlässlich, einer passenden, überwiegend erfreulichen und ausreichend bezahlten Beschäftigung nachzugehen um selbstbestimmt leben zu können.

Wege nach dem Abitur

(24.01.2014) Die Schüler der Q1 wurden von Beratern der Bundesagentur für Arbeit Ahlen-Münster über die ihnen nach dem Abitur möglichen Berufe und Studiengänge informiert.
Ihnen wurde dort sowohl der Weg über eine Ausbildung, als auch über ein Studium auf einer Hoch- oder Fachhochschule in den Beruf ausführlich erklärt und an Beispielen verdeutlicht. Das Duale Studium war ebenfalls ein wichtiges Thema für die knapp 100 Schüler der Q1.
Natürlich spielten auch die Lebenskosten und die Überbrückungen von Wartesemstern eine große Rolle für die größtenteils Beruflich noch unentschlossenen Jugendlichen. Abschließend konnten in den 4 Schülergruppen auch konkrete Fragen über persönliche Zukunftspläne beantwortet werden.
Für alle, die immer noch unentschlossen in ihre Zukunft blicken, bietet sich auch die Möglichkeit am 27.2 zur Berufsberatung im Medienzentrum gehen.