Harald Kiesel im Johanneum am 23.11.2017

"Gregs Tagebuch", "Laura Stern", "Die wilden Fussballkerle" oder "Willi will's wissen" sind Reihen an denen Harald Kiesel mitgearbeitet hat oder Bücher dafür geschrieben hat.

Der Autor und Lektor war mit dem Ziel ins Johanneum gekommen, bei den jungen Schülerinnen und Schüler die Lust aufs Lesen zu stärken oder sie zum Lesen zu gewinnen.

Dabei kam er neben Lesungen aus verschiedenen Büchern mit den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 und 6 in einen regen Austausch. So wollte ein Junge wissen, was er denn tun müsse, um Buchautor zu werden.

Sally Perel – bekannt als Hitlerjunge Salomon – im Johanneum zu Gast

In zwei Lesungen berichtete er den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe über sein Leben während der Weimarer Republik und des Nazi-Deutschlands, das er als jüdischer Zeitzeuge erlebte und erlitt.

Mit seinen 92 Jahren erzählte er von der inneren Zerrissenheit und der Schuld, die ihn bis heute antreiben, sich als Zeitzeuge dafür einzusetzen, dass sich der Holocaust nicht wiederholt und die Jugend von heute diesen nicht vergisst und und dem rechten Gedankengut kritisch entgegensteht.

 

Sally Perel emigrierte nach dem zweiten Weltkrieg nach Israel, bewahrte aber die deutsche Sprache, seine Muttersprache, und kommt immer wieder nach Deutschland, um über sein Leben zu erzählen.

Bekannt wurde er durch das Buch „Ich war Hitlerjunge Salomon“ sowie die Verfilmung „Hitlerjunge Salomon“, die seine Geschichte darstellen.

Er schaffte es in der Zeit des Nationalsozialismus seine jüdische Herkunft zu verstecken und überlebte als Mitglied der Hitlerjugend den Holocaust. Wie er das schaffte, erzählte er den interessierten Schülerinnen und Schülern sehr anschaulich und lebendig. Er brach diesen Teil der deutschen Geschichte so auf, dass die Schüler einerseits etwas über die Mechanismen erfuhren, welche die Jugendlichen für die Hitlerjugend sympathisieren ließen und andererseits den Holocaust und die Judenverfolgung hautnah vermittelt bekamen, da Sally Perel diese an seiner inneren Zerissenheit und seiner Lebensgeschichte festmachte.

 

Sally Perel appelierte an seine jungen Zuhörer, dass sie die Lebensgeschichten über dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichten an die nächsten Generationen weitertragen mögen, damit es sich nicht wiederholt.

Spannender Deutschunterricht mit Andreas Schlüter

Mit seinem Buch „Level 4 – Die Stadt der Kinder“ begeistert Andreas Schlüter seit 20 Jahren hunderttausende Kinder und Jugendliche. Seither sind über 80 Bücher von ihm erschienen. Am 9.11. war er mit seinem Thriller „Dangerous Deal“ am Gymnasium Johanneum zu Gast und las vor Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9. „Wer von euch würde eine Million ablehnen, wenn er gar nichts dafür tun müsste?“ Mit dieser Frage leitete er seine Lesung ein und entführte die Anwesenden 45 Minuten lang auf eine abenteuerliche Jagd nach einem Laptop, der ein Geheimnis in sich birgt. In seinem Buch geht es um Abenteuer, kriminelle Verwicklungen und auch um Liebe. Gespannt lauschten die Schüler den Textauszügen. Die Story kommt an. Das freut Andreas Schlüter. Er schätzt den direkten Kontakt zu seiner jungen Leserschaft und beantwortete in den folgenden 45 Minuten geduldig die zahlreichen Fragen der Teilnehmer. Die im Rahmen der Leseförderung jährlich am Johanneum stattfindende Autorenlesung wurde auch in diesem Jahr wieder finanziell von der Volksbank Beckum-Lippstadt unterstützt.

Christoph von der "Sendung mit der Maus" am 06.11.14 in der Aula des Johanneums

Seit Jahrzehnten erfahren Groß und Klein von dem sympathischen Moderator mit dem markanten grünen Pulli, warum die Banane krumm ist und wie die Löcher in den Käse kommen.

Alle kleinen (und natürlich auch großen) Tüftler kamen an diesem Nachmittag auf ihre Kosten. Christoph nahm uns mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt der Geschichte und Wissenschaft.

Der Schriftsteller Dirk Reinhardt zu Gast am Johanneum – Deutsche Geschichte wurde lebendig präsentiert

Anschaulich und lebendig stellte der Münsteraner Historiker, Journalist und Schriftsteller Dirk Reinhardt seinen letzten Roman edelweiß piraten am 09.04.2014 im Gymnasium Johanneum vor. Einfühlsam, authentisch und die jungen Zuhörer fesselnd trug er einige Passagen in Tagebuchform aus edelweiß piraten vor und gewährte so Einblicke in die Gedankenwelt und die Erlebnisse der Edelweißpiraten.

Die 90-minütige Lesung für die Jahrgangsstufe 9 verging wie im Flug, denn Dirk Reinhardt erklärte den Zuhörern nicht nur, wer die Edelweißpiraten waren, wie ihr Alltag aussah und weshalb und wie sie von der SS und der Gestapo während des Nationalsozialismus in Deutschland verfolgt wurden. Die Schülerinnen und Schüler erhielten auf diese Weise auch umfassende Informationen über den Nationalsozialismus als totalitäres System, das keine Andersdenkenden duldete. So wurden beispielsweise Mitglieder der Edelweißpiraten öffentlich zur Abschreckung gehängt oder verschwanden im Jugend-Konzentrationslager Moringen. Reinhardt hatte auch historische Fotos mitgebracht, die er erläuterte und mit seinem Werk in Beziehung brachte. Besonders interessant war das Foto eines sehr gut erhaltenen Flugblatts, dass von einer Edelweißgruppe erstellt wurde und von der Gestapo archiviert worden war. Bedrückend dagegen war das Foto von Joseph Hoegen, der bei der Gestapo in Köln für die Edelweißpiraten zuständig war und erschütternd wirkte das Foto einer öffentlichen Hinrichtung entflohener Zwangsarbeiter in Köln.

Die Edelweißpiraten formierten sich während der Zeit des Nationalsozialismus und waren Jugendliche aus der Arbeiterschicht, die sich nicht der Hitlerjugend unterwerfen wollten und sich zu Jugendbanden zusammenschlossen, die zunehmend politisch motivierten Widerstand leisteten. Beispielsweise sammelten und verteilten sie ausländische Flugblätter, die abgeworfen worden waren, schrieben Parolen an Hauswände, die sich gegen den Nationalsozialismus und den Krieg richteten und brachten Züge zum Entgleisen, die Nachschub an die Westfront liefern sollten. Unter anderem lebten diese Jugendlichen in Köln-Ehrenfeld. Dort spielt auch der Roman, für den der Autor viele historische Dokumente sichtete, Zeitzeugen befragte und Interviews auswertete.